· 

Die 7-Tage-Ausmist-Challenge: Mein Fazit

Die 7-Tage-Ausmist-Challenge

Wie ihr bei Instagram vielleicht mitbekommen habt, habe ich am 15.10.2018 eine 7-Tage-Ausmist-Challenge begonnen.

 

Leider liefen nicht alle sieben Tage am Stück, da ich kurzfristig ins Krankenhaus musste, aber wir haben es geschafft an insgesamt sieben Tagen, jeweils einen Bereich unseres Zuhauses in Angriff zu nehmen.


*Dieser Artikel enthält Bilder von Produkten, daher muss ich diesen Artikel als Werbung kennzeichnen. Ich habe alle Produkte selber gekauft und erhalte keinerlei Vergütung dafür, dass ich sie zeige.*


DIE GEBALLTE LADUNG ZUSAMMENGEFASST

Tag 1: Das Badezimmer

Tag eins war für mich direkt wie ein Schlag ins Gesicht. Das alles war in meinem Bad? Und die ganzen abgelaufenen Medikamente? Produkte über Produkte. Und ich wette, dass ich selbst jetzt noch Dinge finden würde, die ich dann doch nicht brauche.

 

Ich bin auf sage und schreibe 82 Teile gekommen, die ich getrost wegwerfen konnte. Das Ergebnis war aber auch wirklich unglaublich. Ich hätte nie gedacht, dass es so viel werden würde.

 

Besonders dem Medizinschrank sieht man die positive Veränderung an. Vorher war zwar alles schon nach Kategorien geordnet und man hat dadurch auch alles auf Anhieb gefunden. Aber es war einfach zu viel und sah nicht schön aus. Jetzt habe ich wieder Platz und wenn ich doch nochmal etwas an Medikamenten brauche, was ich jetzt entsorgt habe, dann muss ich es dann eben besorgen, weiß im Gegenzug aber auch, dass es noch gut ist.

Tag 2: Das Schlafzimmer

Hier war die Ausbeute dann doch nicht so groß, wie ich erwartet hätte. Vermutlich liegt es daran, dass ich sowieso nicht so viele Taschen, Schuhe und Kleidung habe, bzw. dort regelmäßig darauf achte, dass ich nur habe und behalte, was ich auch brauche und benutze. Aber trotzdem kam ich noch auf 39 Teile. Seien es doch noch Taschen und Kleidung oder eben Schmuck und Kleinkram aus meinem Nachttisch.

 

Den Kleiderschrank und den Nachttisch meines Mannes habe ich dieses Mal nicht mitgemacht. Er hatte nach langer Nörgelei erst vor einigen Monaten seinen kompletten Schrank auf den Kopf gestellt und dabei einen ganzen Sack voll aussortiert. 

 

Und seinen Nachttisch benutzt er eigentlich nur um seinen Wecker drauf zu stellen, also wäre das auch wenig erfolgreich geworden.

Tag 3: Die Küche

Auf die Küche hatte ich mich schon so sehr gefreut! Im Kopf hatte ich bereits die einen oder anderen Sachen rausgeschmissen, die mir schon total auf die Nerven gingen.

 

So zum Beispiel ein paar kaputte Brotdosen, die nicht so richtig doll kaputt waren, dass man sie nicht mehr benutzen konnte, aber kaputt genug um mich zu nerven. Ich hatte zuvor noch Ersatz besorgt und jetzt erfüllen alle Dosen auch ihren Zweck – in hübsch.

 

Auf den Bildern sahen manche Regale sehr leer aus, ist mir aufgefallen. Das lag daran, dass die Spülmaschine noch lief.

 

Ich bin froh, dass ich kaum etwas an Lebensmitteln wegwerfen musste. Wir achten darauf, dass wir die Lebensmittel auch wirklich benutzen, die wir kaufen. Leider klappt das, wie man sieht, auch nicht immer hundertprozentig perfekt.

 

Auch Tag drei war mit 48 Teilen, wie ich finde, ein echter Erfolg!

Tag 4: Das Wohnzimmer


Da bei uns Wohnzimmer und Büro in ein und dem selben Raum sind, ist der Übergang sehr fließend und es lässt sich sicherlich darüber Streiten, was nun ins Büro gehört und was ins Wohnzimmer.

 

Ich kann kaum glauben, was mein Mann, an Tag vier geschafft hat! Im Wohnzimmer konnten wir uns von 144 unbenutzten, ungeliebten Dingen trennen und davon hatte er an 124 seinen Anteil.

 

Könnt ihr euch vorstellen, was das für eine – im wahrsten Sinne - Erleichterung ist? Wenn ihr mitgemacht habt oder es noch vor habt, bestimmt.

Tag 5: Das Büro

Vielleicht habt ihr es ja soweiso auf Instagram verfolgt. Dann habt ihr gesehen, dass auch im Büro wieder einiges zusammen kam.

 

Wir hatten einige sperrige Karton rumliegen, sechs an der Zahl, die wir nicht mehr brauchen.

Und auch mit Stiften konnte ich mich tot schmeißen. Ich hatte sie zudem schon vergessen und zum Teil sogar Nachschub besorgt. Jetzt habe ich natürlich nur die aussortiert, die es nicht mehr taten und werde sie hoffentlich nicht mehr vergessen.

 

An diesem Tag habe ich mich auch um meine Elektroschubladen gekümmert. Dabei bin ich noch auf einige kaputte und zum Teil in ihre Einzelteile zerlegten Handys gestoßen. Und welcher Mensch braucht sechs Handynetzteile? Vier durften somit gehen.

 

Insgesamt kommen wir im Büro nun auf 79 Teile, die wir wirklich nicht mehr brauchen!

Tag 6: Das Kinderzimmer


Nun, das Kinderzimmer war gar nicht mal so leicht. Zum einen wurden die Spielsachen und sogar der Müll, ja jetzt erst so richtig interessant, wo sie gehen sollten. Zum anderen wollten wir Spielsachen, die ein eventuelles zweites Kind noch benutzen kann, nicht einfach in den Müll werfen oder verschenken.

 

Also musste ich bei diesen aussortierten Sachen darauf achten, was wirklich komplett weg konnte und was davon wir gerne einlagern möchten. In allen anderen Räumen ist Einlagern eigentlich keine Option gewesen.

 

So kam es dann auch, dass ich den aussortierten „Müll“ gar nicht mehr zählen konnte. Es kam ein Sammelsurium aus den verschiedensten Sachen zusammen – Bilder, McDonalds Spielsachen oder auch einfach kaputte Bücher und Puzzle.

 

Daher habe ich nur die eingelagerten Teile gezählt. Im Kinderzimmer kommen wir so auf 31 Teile – und zwei Tüten Müll.

Tag 7: Alle Arten von Abstellräumen (Keller, Garage, Abstellraum)

Und da war die Woche auch schon rum. Tag sieben bot uns die Möglichkeit nochmal alle „Türe zu – aufgeräumt“- Bereiche unseres Zuhauses zu begutachten und auszusortieren.

 

Bei mir war das vorrangig der Keller, im Abstellraum ist was zwar schon wieder etwas durcheinander, aber zum Glück waren dort nur Dinge, die ich wirklich brauche und benutze. Im Keller hingegen standen sogar noch sachen, die ich schon aussortiert hatte und nicht mehr wusste, dass sie irgendwie doch noch nicht so richtig weg waren. Oder eben auch Sachen, die man für den Fall eingelagert hatte und dann aber in Wirklichkeit nie wieder gebraucht hat.

 

Tag sieben bot somit nochmal 39 Teile, die nun endgültig wegkönnen.

Mein Fazit

Es hat sich wirklich gelohnt!

 

Ich habe an sieben Tagen 462 Teile aussortiert. Alles Dinge, die wir wirklich nicht mehr gebraucht haben. Nicht nur diese große Zahl zu sehen, sondern auch das Gefühl, dass damit verbunden ist, diese Dinge entweder in den Müll zu werfen oder zu spenden, ist eine wirkliche Genugtuung.


Jetzt, fast vier Wochen nach dem ersten Tag unserer Challenge, habe ich nicht eine Sache vermisst. Ich fühlte mich wirklich von einer Last befreit – eine, von der ich nicht wusste, dass ich sie getragen habe. Aber nun, da sie weg ist, fühlt es sich leicht und einfach richtig an.

 

Ich kann euch alle wirklich nur ermutigen, es auch einmal auszusortieren! Auch wenn ihr euch nicht von so viel trennt oder, wenn es erst recht noch mehr wird, denkt immer daran:

  • Es geht nur um die Dinge, die ihr WIRKLICH nicht mehr braucht.
  • Es geht bei der Challenge nicht um Verzicht, Minimalismus oder darum alles auf einmal zu organisieren.
  • Ihr müsst währenddessen nicht aufräumen.

Trennt euch nur von den Dingen, die ihr nicht braucht, wollt und liebt und

  • befreit euch von der unnötigen Last.

Es wird euch sicherlich auch so wie mir ergehen und ihr werdet erst hinterher spüren, was für eine Erleichterung es ist und dass euch diese Last gar nicht so richtig bewusst war. 

 

Wenn ihr bereits mitgemacht habt oder es noch vor habt, freue ich mich sehr über eure Erfahrungen. Ihr könnt mir schreiben oder auf Instagram den Hashtag #7tageausmisten benutzen, ich sehe mir gerne eure Ergebnisse an!

 

Viel Erfolg meine Lieben!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0